Grußwort

Liebe Gemeinde,
Worte aus einem Gedicht von Paul Celan haben es mir in dieser Woche angetan. Ingeborg Bachmann mit der Paul Celan liiert war, soll das Gedicht, das sie sein Schönstes fand den Titel Corona gegeben haben. Was mir zu einer Zeile aus diesem Gedicht durch den Kopf ging, will ich mit Ihnen teilen.

Paul Celan schreibt „Es wird Zeit, dass der Stein sich zu blühen bequemt“. Das Paul Celan diese Worte geschrieben hat, ist nun schon fast ein halbes Jahrhundert her, und trotzdem scheinen diese Worte wie für heute geschrieben. Auch wenn es für viele nicht so scheinen mag – wir leben in einer versteinerten Zeit.
Ein Stein ist lebendig, aber er bewegt sich nicht. Weil er Angst oder einfach keine Lust hat, sich zu bewegen, bleibt er einfach an dem Ort, wo er gerade liegt, und rührt sich nicht. Möglicherweise stolpert jemand beim Wandern über ihn, aber das macht nichts. Ein Stein hält einiges aus, und was weh tut, ist der Zeh des anderen. Irgendwann wird er von Flechtenüberzogen, dann vielleicht von Moos, und erst viel später kann vielleicht etwas anderes über ihm wachsen. Doch wenn der Dichter Recht hat, ist der Stein zu faul, vielleicht auch von der Angst gelähmt, um wieder zu blühen. Er ist so sehr beschäftigt, Stein zu sein.


Liebe Gemeinde,
es wird immer Zeit, dass versteinerte Dinge sich wieder ans Leben erinnern. Besonders in den letzten zwei Jahren, in denen so manches fragwürdig geworden ist, hilft gegen die Versteinerung nur noch der Wunsch, trotzdem zu blühen. Die Naturmacht uns vor, wie das geht. „Die Zeit ist erfüllt!“, so formuliert es das Evangelium. Die Zeit aufzubrechen, neu anzufangen, Hoffnung und Mut zu fassen, trotz allem, was geschehen ist, diese Zeit ist jetzt! Es hat keinen Sinn, auf bessere Zeiten zu warten. Wenn der Stein nur Stein bleibt, kommen die besseren Zeiten nicht.
„Es wird Zeit, dass es Zeit wird.“

Ich grüße Sie herzlich, Ihre E. Royek

Wochenspruch

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 5,8b.9


Stellenausschreibung für Familienzentrum Arche Noah

Die Evangelische Kirchengemeinde Much sucht für ihr 3-gruppiges Familienzentrum Arche Noah

Baldmöglichst, spätestens bis zum 01.08.2021

1 pädagogische Fachkraft (w/m/d) mit 39 Std./Wo unbefristet im u3 - Bereich

1 pädagogische Fachkraft (w/m/d) mit mindestens 20 Std./Wo unbefristet zur Unterstützung über die Mittagszeit bis zum Nachmittag im ü3 - Bereich

 

Hier können Sie die detailierte Stellenausschreibung ausdrucken


Besuchen Sie auch die Internetseiten von Ekasur und Ekir

Dort können Sie viele interessante und aktuelle Informationen finden!