Predigt zum Pfingstmontag, den 01. Juni 2020

Liebe Gemeinde,

Pfingsten ist das dritte große christliche Fest, aber viel schwerer zu
fassen als Weihnachten oder Ostern. Es ist der Geist Gottes, der
biblische Atem, die „ruach“, der dieses Fest prägt.
In der Apostelgeschichte hören wir, dass der Geist Gottes die Menschen
bewegt und verändert. Damals, vor fast 2000 Jahren, wird Pfingsten zum
Geburtstag der Kirche. Christinnen und Christen machen sich
gemeinsam auf den Weg, als Gemeinschaft der Gläubigen und als
Kirche.
Und heute? Welche Veränderungen sind heute spürbar? Digitale
Angebote haben in den letzten Wochen, in der aktuellen Corona-Krise,
neue Formen der Verbundenheit trotz sozialer Distanz möglich gemacht.
So auch heute. Sie bekommen wieder eine Predigt übers „Netz“. Und ich
hoffe und wünsche Ihnen, dass der Geist Gottes auch Sie bewegt, dass
der Geist Gottes lebendig und stark macht in diesen Tagen.
Mit besten Grüßen,
Ihre E. Royek


 
Gebet
Komm, Heiliger Geist!
Wir bitten dich: Komm!
Nicht weil du nicht schon längst unter uns bist,
sondern: Komm!
wecke uns auf,
rüttle uns wach,
öffne unsere Augen.

Wir bitten dich: komm!
Nicht weil du nicht schon längst
mit uns auf dem Weg bist,
sondern: Komm!
Wie das Licht, das uns blendet,
das uns herausreißt
aus unserer Ichbezogenheit.
Lass uns auf deine Stimme hören!

Komm, Heiliger Geist!
Komm, Schöpfer Geist!
Komm, Geist der Wahrheit, komm!
Komm, Heiliger Geist!
Geist der Einheit,
wir bitten dich: Komm!
AMEN

Predigttext: Johannes 20,19-23
Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und
der da kommt.

Liebe Gemeinde,
der eben gemeinsam gebetete Psalm ist eine einzige große Bitte um die
Gabe des Heiligen Geistes, der bei uns und in unserer Kirche einkehren
möge. Wenn wir singen dürften, wäre diese Bitte sicher auch in den
Liedern zum Ausdruck gekommen. Pfingsten ist das Fest des Heiligen
Geistes. Manche nennen es auch das „Geburtstagfest“ der Kirche, denn
wir erinnern uns an den Anfang, den Beginn der christlichen Gemeinde -
ein wahrlich geistbewegtes Ereignis. In gegenseitigem Verständnis und
in versöhnter Verschiedenheit waren die ersten Christen durch den
Heiligen Geist miteinander verbunden. Auch heute dürfen wir in unseren
Gemeinden auf diese Heiligen Kraft des Geistes vertrauen. – Gerade in
den Wochen des Versammlungsverbotes ist uns diese Verbundenheit,
die der Heilige Geist über räumliche Distanz hinweg schenkt, so wichtig
und wertvoll geworden. Im gemeinsamen Gebet zur verabredeten Zeit,
im Hören und Mitfeiern der Gottesdienste und Andachten im Fernsehe,
Radio oder inzwischen auch vor dem Computer – waren, sind und
werden wir miteinander verbunden sein.
In unserem heutigen Predigttext aus dem Johannesevangelium ist es
Jesus selbst, der seinen Jüngern den Geist nicht nur verheißen, sondern
gegeben hat: „Nehmt hin den Heiligen Geist!“, ruft er ihnen zu. Jesu
Wort ist „Tat-Wort.“ Es wirkt! Es geschieht etwas zwischen Jesus und
seinen Jüngern – und auch mit uns, wenn wir uns im Glauben an ihn
halten. Die Gabe des Geistes – sie ist geschenkweise allen zugesagt,
die Jesus nachfolgen und seine Nähe suchen, auch heute.
Mit der Gabe des Geistes erfüllt sich ganz am Ende des
Johannesevangeliums, was Jesus in seinen sog. Abschiedsreden den
Jüngern verheißen hatte: etwas von ihm bleibt da, auch wenn er leiblich
nicht mehr bei ihnen ist hier auf Erden. Sein guter, tröstender und
zugleich schöpferischer Geist wirkt weiter. Auch wir sind in diesen
geistlichen Bund eingeschlossen, sind „geistbegabt“ und sollen diese
Geistesgabe reiche Frucht tragen lassen.
Dabei leben wir mit unseren menschlichen Schwächen alle aus der
gegenseitigen, wie aus Gottes Vergebung. Ja, wie gut tut es,
freigesprochen zu werden und einander freizusprechen, so wie es im
Predigttext heißt: „Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie
erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“
Die Vollmacht zur Sündenvergebung ist der letzte Punkt im Dreischritt,
den der Auferstandene in dieser Erscheinungsszene mit seinen Jüngern
geht, nachdem er sie ausgesandt und mit seinem Geist zugerüstet hat.
Liebe Gemeinde,
bleiben wir noch einen Moment bei den Jüngern: was war das eigentlich
für ein Kreis, der da versammelt war, als Jesus zu ihnen kam? Waren
das völlig überzeugte, tapfere Bekenner, die Jesus bis zum Ende, zum
Kreuz auf Golgatha gefolgt waren? Mitnichten! Aus Angst hatten sich die
Jünger versteckt und alle Türen verrammelt und verbarrikadiert!
Angefochten, verängstigt, manche von Zweifeln befallen, waren die
Freunde Jesu nach seinem Kreuzestod. Sie waren zutiefst verunsichert,
was jetzt aus ihnen werden sollte. Besorgt um ihr eigenes Schicksal
sahen sich die Jünger an Leib und Leben bedroht. In dieser Situation ruft
der Auferstandene seinen beunruhigten Freunden gleich zweimal die
tröstenden Worte zu: „Friede sei mit euch!“
Der gute Geist, also bleibt, denn schon in den Abschiedsreden wird
Jesus „Parakletos“, der Tröster genannt, sodass die Jünger wieder Mut
fassen konnten und schließlich zu mutigen Glaubenszeugen und Boten
der guten Nachricht wurden. Dieser Geist Gottes wirkt bis heute! Und so
wir sind als Christinnen und Christen in der Nachfolge Jesu berufen,
mitzubauen an seiner Kirche mitten in dieser Welt, und uns dabei von
Gottes gutem Geist tragen, leiten, trösten und stärken zu lassen. Gerade
in dieser so unklaren Zeit. „Friede sei mit euch!“
AMEN


Predigt zum Pfingstsonntag, den 31. Mai 2020

Liebe Gemeinde,
der biblische Text für die Predigt an Pfingstsonntag steht im
alttestamentlichen Buch Josua, dort sind es Auszüge aus dem 2. Kapitel:

 
(1) Von Schittim aus schickte Josua (der Nachfolger Mose), zwei
Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: „Erkundet das
Land Kanaan und besonders die Stadt Jericho!“ Die gingen und
kamen in das Haus einer Prostituierten, die hieß Rahab …

(4) Rahab versteckte die beiden auf dem Dach ihres Hauses…, und
(8) ehe die Männer sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf
das Dach

(9) und sprach zu ihnen: „Ich weiß, dass der HERR euch dieses Land
gegeben hat…
(10) Denn wir haben gehört, dass euer Gott euch einen Weg durch das
Schilfmeer gebahnt hat, als ihr aus Ägypten zogen seid…
(11) Und seit wir das gehört haben, schmolz unser Herz und es kam
kein Geist
(hebr.: Ruach) mehr in einem Mann vor euch. Keiner von uns
wagt gegen euch zu kämpfen. Denn der HERR, euer Gott, hat die
Macht im Himmel und auf der Erde.
(12) Ich bitte euch, schwört mir nun bei dem HERRN, dass ihr an
meiner Familie genauso handelt, wie ich an euch gehandelt habe…
dass ihr leben lasst meinen Vater und meine Mutter, meine Brüder und
meine Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode
errettet. …
(15) Da ließ Rahab die beiden Männer an einem Seil durchs Fenster
herunter; denn ihr Haus war in der Stadtmauer, und sie wohnte in der
Mauer.
(17) Die Männer sprachen zu Rahab: „Wir wollen den Eid, den du uns
schwören lässt, folgendermaßen einlösen: Wenn wir ins Land
kommen, sollst du diese karme-sin-rote Schnur an das Fenster binden,
durch das du uns hinuntergelassen hast. Versammle deine ganze
Familie bei dir im Haus. Niemand darf es verlassen. Wer hinausgeht
und getötet wird, ist selbst daran schuld…

(21) Rahab sprach: „Gut, so soll es sein!“ und ließ sie gehen.
Rahab knüpfte die Karmesin-rote Schnur ins Fenster
.


 Predigt zum Pfingstsonntag, 31.5.2020, Text: Josua 2,1-21 (i.A.)
Das Evangelium trägt heute karmesin-rot.
So steht´s geschrieben im Buch Josua.
Und noch etwas, liebe Gemeinde.
Die Pfingst-botschaft spielt im Rotlichtviertel von Jericho.
Ihr wisst ja, der Geist Gottes weht wo er will.
Und wer ihn spüren will, muss sich heute mitnehmen lassen
eben dorthin, ins Rotlichtviertel der Palmenstadt Jericho.
Dort wurde etwas entdeckt, das sich seitdem wie ein roter Faden
durch die Lebensgeschichte unzähliger Menschen zog.
Und das Einzug hält, heute Morgen, hier, in unserer Kirche,
und sich durch die Stuhlreihen windet,
um jede und jeden von uns zu streifen…
Aber lasst mich eins nach dem andern erzählen,
damit ihr es sehen könnt.
Das Evangelium startet in einer ziemlich brenzligen Situation,
Alarmstufe rot.

Einwanderer in großer Zahl sind am Grenzfluss Jordan aufgetaucht,
da lauern sie nun auf eine Gelegenheit, die Stadt Jericho einzunehmen.
Die Stadt macht dicht, die Tore sind geschlossen,
wer rein oder raus will,
wird vom Sicherheits-dienst gründlich überprüft.
Der Anführer der Eindringlinge, ein gewisser Joschuah Ben Nun,
Nachfolger des Mose, weiß, dass seine Truppe – die Kinder Israel –
in offener Feldschlacht keine Chance hat.
Er setzt zwei Kundschafter ein: Schaut euch die Stadt an`, sagt er,
´späht sie aus`.
Was tut man als Fremder in einem Ort,
wo jedes unbekannte Gesicht sofort auf-fällt?
Man geht da hin, wo man am wenigsten beobachtet ist.
Sie tauchen also im Rotlichtviertel unter.
Zudem sind die Dirnen von Jericho ideale Informantinnen,
weil sie ja die halbe (männliche) Stadtbevölkerung kennen,
so manches hören und so manches zusammen-reimen können.
Und drittens wohnen die Dirnen am Rande der Gesellschaft,
buchstäblich, nämlich in Wohnungen im Hohl-raum der Stadtmauer.
Vorteilhaft, wenn man sich aus dem Staub machen und ab-seilen
muss.

Die Kundschafter gingen und kamen in das Haus einer Dirne,
die hieß Rahab („die Wilde“, „die Stürmische“), und kehrten dort ein.
… Rahab versteckt die beiden Kunden im Stroh des Daches. …
ehe die Männer sich schlafen legten,
stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach und informiert sie
und macht den beiden einen folgenschweren Vorschlag.
´Der Mut`, sagt sie, ´der Mut hat die Leute in Jericho verlassen.
Die haben hier allen Schneid verloren
`, sagt sie.
´Es schmolz unser Herz und es kam kein Geist/Ruach mehr auf
in einem Mann – aus Angst vor euch.
Die Leute hier merken, dass hier etwas im Gange ist,
das nicht vergleichbar ist mit den üblichen Überfällen von Beduinen,
an die wir uns gewöhnt haben`
, sagt sie.
´Hier ist was Schicksalhaftes, Über-menschliches im Gange´,
sagt sie.
´Euer Gott, der HERR, ist nicht wie die persönlichen Schutzgeister,
an die jeder glaubt.
Ich weiß`,
sagt Rahab, ´dass mit euch der eine Gott ist, der eine,
einzigartige, Gott oben im Himmel und unten auf Erden`.
Ein Bekenntnis, von einer Person,
von der man so etwas nun wirklich nicht erwartet hätte!
Rahab, die Wilde, ist aber keine Träumerin.
Sie zählt zwei und zwei zusammen,
und dann schiebt sie alle Jetons ihres Lebens auf „Rouge“.
´Ich schlage euch beiden einen Handel vor.
Ich helfe euch, ihr helft mir.
Ich rette euch das Leben, und ihr rettet meiner Familie das Leben,
wenn´s zu Sache geht`.

Bis hierhin könnte das im Drehbuch eines spannenden Action-Films
stehen.

Pfingstlich und persönlich, liebe Gemeinde,
wird es durch ein rotes Requisit.
Die beiden israelischen Kundschafter gehen auf den Handel ein.
Wie du uns, so wir dir. Aber hör ganz genau zu.
Wir sagen dir jetzt etwas, dass du unbedingt befolgen musst:
Wenn wir ins Land kommen, sollst du dieses rote Seil
in das Fenster knüpfen, durch das du uns runtergelassen hast.
Versammle deine ganze Familie zu dir ins Haus.
Wer aber aus der Tür deines Hauses rausgeht,
der wird an seinem Tode selbst schuld sein.
(21) Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt! und ließ sie gehen, und sie gingen
fort. Und Rahab knüpfte die Karmesin-Schnur ins Fenster.

Habt ihr`s gehört?
Da winkt das Evangelium mit einer roten Schnur.
Ein roter Faden, ins Rettungsseil eingedreht.
Das Leben – das der beiden Kundschafter
und das von Rahab und ihren Angehörigen –
das Leben hängt an einem karmesin-roten Faden.
Das ist ebenso handfest wie hintergründig gemeint.
Die rote Schnur seilt die Spione ab
und schützt Rahabs Leben wie ein Sicherungs-riegel.
Und zugleich entdeckt Rahab in dem, was da gerade abläuft,
einen ´roten Faden`.
Mitten
im Chaos drohender Gewalt,
mitten in einem Leben am Rande der Gesellschaft,
aus dem es kein Entrinnen gibt, entdeckt sie einen ´roten Faden`,
etwas, das diesem ganzen Drama einen Sinn gibt.
´Ich bin wichtig, für die Männer, und für Gott, der hier am Werk ist,
und für meine Familie.
Ich bin wichtig und es bewegt sich noch mal was in meinem Leben!`
Der Geist Gottes streift sie wie ein Hauch von Frisch-luft.
Rahab spürt: Das ist meine Chance, meine erste, meine einzige,
und meine letzte.
Als Dirne ist sie in der Stadt für viele Leute „das Letzte“.
Aber wenn Gott bis Jericho kommt,
dann werden die Karten neu gemischt.
Die Letzten werden die Ersten sein.
Wenn hier alles in Flammen aufgeht, ich werde das überleben
!
fingst-Geist weht durch das Stundenhotel:
Hoffnung erwacht. Gott zeigt einen Hinterausgang.
Etwas scheinbar unabänderlich-Verhängnisvolles öffnet sich.
Pfingsten braust und lässt die Fensterläden schlagen.
Mein Leben hängt an einem karmesin-roten Faden!
begreift die wilde Rahab, aber da hängt es sicher!
Und Rahab knüpfte das rote Seil ins Fenster. --
Und nun, liebe Pfingstgemeinde,
jetzt windet sich diese rote Schnur durch unsere Kirche:
Haben wir den roten Faden in unserem Leben entdeckt?
Kennen wir solche Momente, wo sich Verhängnisse auflösen,
wo man aus einer Falle freikommt,
wo man auf wundersame Weise überlebt,
von Leuten Hilfe bekommt, an die man nie gedacht hatte?
Kennen wir Augenblicke, die einem durch und durch gegangen sind,
dass man dachte: Ist da wer? Was ist heute bloß los!?
Der Pfingst-Geist Gottes weht wo er will und wann er will.
Viele erleben das, wundern sich für einen Augenblick
und gehen dann achselzuckend zur Tagesordnung über
--Wind spürt man, man sieht ihn nicht, was fatal ist, wenn viele sagen:
Ich glaub` nur was ich sehe--
Pfingsten ist, wenn wir wie Rahab die Punkte verbinden,
wenn wir die Momente, in denen wir uns wundern, verbinden.
Und eine rote Linie sichtbar wird,
ein roter Faden, der sich durchs Leben zieht.
Und auf dieser Linie bekommen plötzlich Kleinigkeiten einen Sinn,
den sie für sich genommen nie hatten.
Und Menschen werden groß, die man für klein hielt.
Und wer Zeit seines Lebens fürchtete, er wäre im falschen Film,
merkt: ich bin am rechten Ort!

Wisst ihr, was aus dieser Dirne Rahab geworden ist?
Wo ihr roter Faden weiter verlaufen ist?
Rahab, die Stürmische, taucht in unserer Weihnachtsgeschichte auf!
Allen Ernstes, sie steht in der Segensliste
von Abraham bis Maria-und-Joseph
(MatthEvg1:5).
Rahab ist Licht-trägerin, eine Ururgroßmutter Jesu Christi.
Ob Rahab, in aktiven Zeiten
auf der Reeperbahn von Jericho das geahnt hat?
Vielleicht hat sie gedacht
:
Was soll mal aus mir werden? Wie wird das hier enden?
Aber dann stellt sich heraus,
dass Gott eben diese Frau gecastet hat und eine tragende Rolle gibt
in der wichtigsten Geschichte der Menschheit.
Das ist die Pfingstbotschaft aus dem Sperrbezirk von Jericho:
Der rote Faden unseres Lebens wird nicht nur von uns gesponnen.
Der rote Faden unseres Lebens ist ein Kunstwerk Gottes.
Und nun wissen wir, warum die Kirchen zu Pfingsten rot sind.
Um es jeder zu sagen, um es jedem nachzurufen:
dass mehr drin ist in unserm Leben, und dass nichts zu Ende ist,
bevor Gott nicht mit uns fertig ist.
Und dass nichts so aussichtslos und hermetisch geschlossen ist,
dass der Geist-hauch Gottes es nicht erreichen könnte.
Ich wünsche uns, liebe Gemeinde, unter den Bedingungen dieser
Tage, Wochen und Monate ein besonderes Pfingstfest.
Eins, an dem wir über den roten Faden unseres eigenen Lebens
stolpern und uns freuen können, Amen.

Mit herzlichen und karmesinroten Pfingst-Grüßen,
Ihr und euer Andreas Börner

Ein Pfingstgebet von Hans Dieter Hüsch:

Was den Heiligen Geist betrifft
Gott ist nicht leicht
Gott ist nicht schwer
Gott ist schwierig
Ist kompliziert ist hochdifferenziert
Aber nicht schwer
Gott ist das Lachen nicht das Gelächter
Gott ist die Freude nicht die Schadenfreude
Das Vertrauen nicht das Misstrauen
Er gab uns den Sohn um uns zu ertragen
Und er schickt seit Jahrtausenden
Den Heiligen Geist in die Welt
Dass wir zuversichtlich sind
Dass wir uns freuen
Dass wir aufrecht gehen ohne Hochmut
Dass wir jedem die Hand reichen ohne Hintergedanken
Und im Namen Gottes Kinder sind
In allen Teilen der Welt
Eins und einig sind
Und Phantasten dem Herrn werden
Von zartem Gemüt
Von fassungsloser Großzügigkeit
Und von leichtem Geist

Ich zum Beispiel möchte immer Virtuose sein
Was den Heiligen Geist betrifft
So wahr mir Gott helfe.
Amen.